Sonntag, 10. Juni 2012

Beziehungspflaster von Nina Ponath


Beziehungspflaster
„Sollte es diesen merkwürdigen, mit Pfeil und Bogen ausgestatteten Liebesgott Amor wirklich geben, ist er garantiert ein großer Fan von Daily Soaps und hat eine eher fragwürdige Art von Humor“

Der Roman beginnt, als Gina gerade mal nach elfmonatiger Knechtschaft, ein paar Stunden Single ist.  Auf der Suche nach Mr. Right treffen Gina und ihre beste Freundin Malena auf allerlei verschiedene Typen Jungs. Was macht man zum Beispiel wenn man erst angebaggert und dann abserviert wird? Oder einen Jungen total super findet, man aber  beim Sex einschläft? Dann gibt es natürlich noch welche, denen man hinterher rennen muss, jene die betrügen und solche, die man gar nicht als potenzielle Partner erkennt. Gar nicht so einfach, sich im Dschungel der Suchenden zurecht zu finden. Als sich Ginas Eltern dann auch noch trennen ist das Chaos perfekt.  Gibt es denn überhaupt noch nette Jungs, für die es sich lohnt auf dem Markt zu sein?

BEZIEHUNGSPFLASTER ist ein in sich abgeschlossener Roman und aus der Sicht von Gina geschrieben.
Zwischen Abiturstress, Partys und Jungs steht ihr Freundschaft zu Malena im Vordergrund. Die beiden gehen durch dick und dünn und treffen zwischendurch wichtige Erkenntnisse. Schmunzeln musste ich zum Beispiel bei der Berechnung des Preis-Leistungs-Verhältnisses von Pille und Kondom.  Auch ist beiden ähnlich unklar wie Logarithmen, ab wann man sich offiziell als Paar zu erkennen geben kann und wer ernsthaft an einem interessiert ist.
Trotzdem zog sich das Buch manchmal in die Länge. Manchmal hatte ich einfach keine Lust mehr schon wieder von einer Dummheit oder einer weiteren Party zu lesen. Vielleicht bin ich dafür einfach schon zu erwachsen.

Lustig, aber den Lesefluss störend, waren die im Kapitel enthaltenen Erklärungen im Duden-Stil. Hier mal ein Beispiel dafür:

„P, Poldi, die: Poldi ist Malenas roter VW Polo, der sich mit seinen Prilblumen-Aufklebern und den gepimpten Felgen durchaus mit einem SLK messen kann – jedenfalls kommt er ähnlich gut an in der Männerwelt.“

Einfallsreich ist die Idee, dass jedes Kapitel mit einer Testfrage und Antwortmöglichkeiten beginnt. . Am Ende des Buches kann man dann die Auswertung vornehmen und sehen, ob man eher der Gina oder Malena-Typ ist.  Das hat mich sehr an die Tests aus der BRAVO oder MÄDCHEN erinnert.

BEZIEHUNGSPFLASTER ist eine Hardcoverausgabe ohne Schutzumschlag. Der Auf dem Cover sieht man in einem kreisrunden Ausschnitt ein Foto von Malena und Gina, wie sie in gerade wohl Spaß in der Disco haben. Der Hintergrund ist ansprechend rosa mit weißen Punkten. Autor und Titel stehen in roten Kreisen über bzw. unter dem Foto von Malena und Gina.

Da die Geschichte manchmal etwas langatmig ist und man schon früh weiß worauf die Handlung hinaus läuft, gebe ich der Geschichte nur 3 von 5 Punkten. Empfehlen würde ich BEZIEHUNGSPFLASTER lediglich feierwütigen Mädchen im Alter von 14-17 Jahren, die sich in den Charakteren wieder erkennen.


Autoreninfo:
Nina Ponath, Jahrgang 1988, ist Au-pair-erprobt: Nach dem Abitur verbrachte die Norddeutsche fünf Monate bei einer Gastfamilie in Nantes und lernte dadurch nicht nur ihre eigenen Eltern noch mehr zu schätzen, sondern auch die französische Sprache. Inzwischen studiert sie diese neben Philosophie und Italienisch an der Universität Kiel und möchte Lehrerin werden.


Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Kinderbuchlotsen und den Verlag Schwarzkopf&Schwarzkopf!

Samstag, 9. Juni 2012

Blogtour Sternensturm



Da ich heute morgen aus privaten Gründen leider ausgefallen bin, ist Kathrin für mich eingesprungen! Ihren Beitrag findet ihr hier KLICK

Vernunft heißt nicht verstehen

„Bisher hatte ich immer geglaubt, mein Schicksal lenken zu können. Was aber, wenn der einzige Weg, das Böse abzuwenden, darin besteht, selbst etwas abgrundtief Böses zu tun?“

Iason hat sich für ein Leben mit Mia entschieden, als er plötzlich Post aus der Heimat bekommt. Iason soll eine Loduunerin zur Frau nehmen! Währenddessen kämpft Mia gegen ein  Flüstern in ihrem Kopf, das ihr befiehlt Dinge zu tun, an die sie sonst nie denken würde. Die Stimme in ihr zieht Mia in eine Richtung, die Zweifel aufkommen lässt, auf welcher Seite sie steht. Iason zieht als Wächter daraus Konsequenzen, die schwerwiegende Folgen haben. Als wäre dies alles nicht schlimm genug, verschwinden auch noch Menschen aus der Stadt, was das Misstrauen der Menschen gegenüber den Loduunern schürt.  Stecken hinter all dem dunkle Machenschaften oder ist Mia wirklich dem Bösen verfallen?

STERNENSTURM steht seinem Vorgänger wirklich in nichts nach. Der Roman schließt zeitnah an STERNENSCHIMMER an und ich kam sehr gut wieder in die Geschichte hinein.  Oftmals bin ich von Fortsetzungen enttäuscht, doch STERNENSTURM legt sogar noch einen Zahn zu. Die Irrungen und Wirrungen sind so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen.
Zudem gefällt es mir nach wie vor total gut, dass das häusliche Leben hier so selbstverständlich integriert ist, mit Berts Einkäufen, Besteckkörbchen etc. Die Liebe steckt halt wirklich im Detail.
Auch an Ideenreichtum mangelt es Frau Winter nicht. Am besten gefallen hat mir das Retro-Kaufhaus, das unseren heutigen Einkaufszentren doch arg ähnelt und in dem es tatsächlich reelle Verkäufer gibt und wo sogar Automaten stehen, an denen man sich Papiergeld ziehen kann!

Schnell wird beim Lesen klar, dass Lokondras Armee wieder auf der Erde weilt. Der Krieg ist endgültig bei den Menschen angekommen. Wie im schon beschrieben, schürt das natürlich den Hass der Menschen auf die Loduuner. Denn was man nicht kennt, das verdammt man. Es spitzen sich so viele verschiedene Handlungen zu, das man bald selbst gar nicht mehr weiß wo oben und wo unten ist.

Hat mich im ersten Teil der Aufbau noch etwas die Biss-Reihe erinnert, ist nun nichts mehr davon zu merken. Die Autorin hat mich mit ihrer frei erfundenen Kultur so überzeugt, dass ich fast glauben möchte sie sei selbst Loduunerin.

Mia hat mir in diesem Band oft leidgetan. Das Schicksal bestimmt ihren Weg und isoliert sie immer mehr von ihren Freunden. Irgendwann hat Mia fast alles verloren und beginnt an sich selbst zu zweifeln. Und es gibt doch nichts schlimmeres, als selbst nicht mehr zu wissen wer man eigentlich ist.
Dass die Wächter auf der Erde landen macht es  auch nicht einfacher. Denn mitten unter den Loduunern stellt Mia fest, wie es ist, Angst zu haben, weil man die Sitten und Gebräuche des Gegenübers nicht kennt. Ein Gefühl, das Millionen Immigranten jeden Tag aufs Neue erleben.
Süß war jedoch das sie Iasons Sprache lernt, da Mia die Hoffnung nicht aufgibt, doch noch einmal Loduun zu sehen.

Iason kann in STERNENSTURM nicht dagegen an, ein Sohn seiner Kultur zu sein. Dachte man vorher schon die beiden hätten es schwer, zerrt dieser Band richtig an den Nerven. Mit der Ankunft der Wächter wird Iasons Leben zur Hölle. Durch die Perfektion und Kälte der anderen Wächter wird auch Iason in ein neues Licht gerückt. Mia - und auch der Leser - merken hier erst richtig, was es wirklich heißt ein Wächter zu sein.

In Taria hat Kim Winter einen neuen Charakter geschaffen, den man bis zum Schluss nicht einschätzen kann. Als einzige lässt sie Mia nicht im Stich und doch hat diese gute Seite an ihr einen schalen Beigeschmack. Ist Taria wirklich zu gut um wahr zu sein oder spielt sie ein falsches Spiel? Während die einen im Buch sie direkt mögen, haben Finn und Iason so ihre Probleme mit der Loduunerin.  Die Auflösung zum Schluss ist dennoch mehr als überraschen.

Das wunderschöne Cover von STERNENSTURM ist wieder ein Blickfang im Buchregal . Der Hintergrund ist sehr romantisch, mit seinen Blumen, Sternen und Planeten. Stürmisch geht es jedoch auf der Erde zu, die als Herz mit übergroßen Gebäuden dargestellt ist.

Die überirdische Liebesgeschichtezwischen Mia und Iason hat mich abermals restlos begeistert. Das Gefühlschaos, dem man hier begegnet, ist unbeschreiblich und führt einen wiederholt in die Irre. Die Autorin weiß oft mit Überraschungen aufzuwarten und löst genug Rätsel auf um den Leser zufrieden zu stellen, ohne dabei die Neugierde auf den abschließenden Teil zu nehmen. Lesen!

Hier kommt ihr zur Rezension von Band 1 KLICK

Hier kommt ihr zu einer Leseprobe KLICK

Und eine Facebookseite hat Kim Winter auch KLICK





Gewinnspiel:
Wie bei der letzten Blogtour gibt es auch diesmal etwas zu gewinnen. Nämlich 5 signierte Exemplare von STERNENSTURM!
Dafür müsst ihr auf jedem Blog ein Wort einsammeln, die sich zu einem Lösungssatz zusammen fügen. Das heutige Wort erhaltet ihr von mir! Dafür müsst ihr aber erst mal das Quiz zu Kims Büchern lösen und mir dieses Wort an sarah.fenger@yahoo.de schicken. Im Betreff gebt ihr „Blogtour Sternensturm“ an.  Ich schicke euch dann das Lösungswort für den Satz zurück!






Weiter mit der Blogtour geht es morgen bei Caro KLICK

Mittwoch, 6. Juni 2012

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce

Harold Fry
Die Wanderung, das ist der Sinn

 »Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben. «

 Der pensionierte Harold Fry weiß nicht was er seiner früheren Kollegin Queenie Hennessy antworten soll, die sich nach Jahren mit einem Abschiedsbrief bei ihm meldete. Queenie hat Krebs und liegt im Sterben. Als Harold schließlich eine Antwort verfasst hat, will er diese nur schnell zum nächsten Postkasten bringen und beginnt damit eine Wanderung durch ganz England. Er kann nicht aufhören zu laufen und pilgert von Südengland bis an die schottische Grenze um Queenie zu retten. Während seiner Wanderschaft begegnet Harold allen möglichen Menschen, die ihn mit seiner eigenen Sichtweise und seiner Vergangenheit konfrontieren. Menschen, die ihm Geschichten erzählen und Harold Kraft geben. Auch durch ihre Hilfe findet Harold Fry zu sich selbst zurück und läuft 1000 Kilometer mit nur einem paar Segelschuhen!

Als mich „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des HaroldFry“ erreichte, habe ich mich riesig gefreut ein Teil von Harold Frys Reise sein zu dürfen. Neugierig, aufgrund der großen Lese-Wanderung-Aktion vom Verlag, fing ich dann auch gleich an zu lesen. Direkt zu Anfang merkte ich dann schon dass mich dieses bewegende Buch zur rechten Zeit erreichte. Auch ich mache gerade keine einfache Zeit durch und so sind mir gerade folgende Sätze in reger Erinnerung geblieben:

„Man muss glauben. Meine ich jedenfalls. Es geht gar nicht um Medizin und das ganze Zeug. Man muss daran glauben, dass ein Mensch wieder gesund werden kann. Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“

Ich kann gar nicht beschreiben wie viele wunderbare Sätze, Begegnungen, Wahrheiten und Erkenntnisse in diesem außergewöhnlichen Roman stecken.  Rachel Joyce hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der mich mit seinen Emotionen richtig gepackt hat. Der Schreibstil ist so fesselnd und die Geschichte so berührend, das man Harold am liebsten unterstützen möchte. Wie gerne hätte ich ihn auf eine Tasse Tee zu mir gebeten, damit er sich ausruhen und wir einen Plausch halten können. Man möchte ihm Halt geben und gleichzeitig an seinen einfachen Weisheiten teilhaben.
Die Atmosphäre im Buch ist dabei so natürlich, das sie fast greifbar wirkt. Gewöhnliche Handlungen und Orten werden so beschrieben, dass sie nicht langweilig wirken sondern die Geschichte auflockern.

Harold Fry ist ein Mann, der eigentlich für jeden von uns stehen könnte. Von Schicksalsschlägen gebeutelt ist er ein gebrochener Mann, dessen Frau  Maureen ihn selbst nicht mehr ernst nimmt und dessen alltägliche Ehe festgefahren ist. Erst durch die Pilgerreise für Queenie hat er wieder ein Ziel im Leben. Harold begegne in dieser Zeit vielen Menschen, deren Geschichten ihn überraschen und bewegen. Er wird  mit schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert und schnell stellt man fest, dass die Reise weder physisch von psychisch leicht ist. Die Pilgerreise ist nicht nur eine Wanderung zu Queenie, sie ist auch eine Wanderung durch Harolds Leben und ein ungewollter Selbstfindungstrip.
Was für eine Wandlung er vollzieht kann man an folgenden Ausschnitten erkennen:

„War das der Lauf der Dinge? Dass er immer, wenn er etwas tun wollte, genau einen Augenblick zu spät kam? Alle Bruchstücke eines Lebens letztlich loslassen musste, als ergäben sie keinen Sinn? Das Bewusstsein seiner Hilflosigkeit drückte Harold so nieder, dass ihm ganz schwach wurde.“

Etwas später dann hat er die ersten Erkenntnisse getroffen:

„Ich bin kein besserer Mensch als alle anderen. Wirklich nicht. Jeder kann tun, was ich tue. Aber man muss loslassen. Das wusste ich anfangs nicht, aber jetzt weiß ich es. Man muss die Dinge loslassen, von denen man glaubt, dass man sie unbedingt braucht, zum Beispiel Bankkarten, Handys, Landkarten und so.“

Auch Maureen beginnt sich im Laufe der Handlung endlich mal anders wahr zu nehmen. Sie beginnt sich und ihr Leben einmal von außen zu sehen und begreift ihre Fehler. Da sie Harold immer als schwachen Menschen angesehen hat, traut sie ihm sein Vorhaben erst nicht zu. Doch als er immer länger fort ist, reflektiert Maureen ihre Vergangenheit bis sie irgendwann fast nur noch aus Erinnerungen besteht.

Warum Harold Queenie so tief verbunden ist, erfährt man natürlich auch. Doch ist es etwas gänzlich anderes, als sich zu Anfang vermutet lässt. Eine so selbstlose Tat, das man um das Schicksal dieser Frau weinen möchte.

Der Schutzumschlag dieser Hardcoverausgabe ist schlicht gehalten und besticht mit seiner Einfachheit. Man sieht lediglich Harolds unscheinbare Segelschuhe, in denen eine große Geschichte steckt. Auf den großen Buchstaben des Titels sitzt ein Rabe und die Rückseite ziert eine Postkarte mit Harolds Worten an Queenie. Ich weiß nicht warum, aber selbst die Farben passen zu Harolds Pilgerreise und ich könnte mir kein anderes Cover für dieses wunderbare Buch vorstellen!
Im Anhang gibt es dann auch noch eine schöne Karte, auf der Harolds Pilgerreise durch ganz England eingezeichnet ist.
Ich liebe dieses besondere Buch, das einem quasi entgegenschreit: ES IST NIE ZU SPÄT. Auch wenn man Fehler begangen hat, Geheimnisse einen erdrücken oder man an Selbstzweifeln erstickt und blind für die Wahrheit ist, es ist nie zu spät wenn man den Mut und die Kraft hat wieder zu sich selbst zurück zu finden.
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist eine gefühlvolle Lektüre mit schwierigen Stellen. Doch wer die Stärke darin erkennt, der wird dieses Buch lieben.


Hier kommt ihr zu einer Leseprobe KLICK

Die Karte von Harolds Reise gibt es hier KLICK

Die Aktionsseite auf Facebook findet ihr hier KLICK

Autoreninfo:
Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹ ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.


Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Krüger Verlag


Dienstag, 5. Juni 2012

Lesemonat Mai

Dieser Monat ist aus privaten Gründen wieder sehr karg ausgefallen. Allerdings bin ich sehr froh, das ich es überhaupt schaffe zu lesen :-)

1. Die Nacht von Shyness von Leanne Hall

2. Beziehungspflaster von Nina Ponath (Rezi ist fertig, muss ich nur noch einstellen)

3. Sternensturm von Kim Winter

4. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce (Rezi ist fertig, muss ich nur noch einstellen)

5. Eliot und Isabella und das Geheimnis des Leuchtturms von Ingo Siegner (Rezi folgt)











Montag, 4. Juni 2012

Gewinnspiel bei Sarahs Welt der Bücher



Bei Sarah gibt es derzeit ein Wunschbuch im Wert von bis zu 15 EURO zu gewinnen.

Barauszahlung, Gutschein oder Übertragung auf andere Produkte sind ausdrücklich ausgeschlossen. 
Vielleicht kommt noch was Süßes oder eine andere Kleinigkeit mit ins Paket - das ist dann der Überraschungsanteil.

Mitmachen könnt ihr hier KLICK

Freitag, 1. Juni 2012

Blogtour Sternensturm






Heute startet die Blogtour zu Sternensturm, die am 9. Juni auch bei mir zu Gast sein wird!

Für euch habe ich hier aber hier erstmal alle Daten im Überblick:



5. Juni Madi und Bibi  (http://bookjunkies-rezi.blogspot.de/

7. Juni Bianca   http://hokukabo.com/
Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Nämlich 5 signierte Exemplar von Sternensturm!
Dafür müsst ihr auf jedem Blog ein Wort einsammeln und zu einem Lösungssatz zusammen setzen.

Viel Spaß!

Donnerstag, 31. Mai 2012

Die Nacht von Shyness von Leanne Hall


Die Nacht von Shyness
„Es gibt Dinge, die kannst du nur im Dunkeln sagen“

Träumer,die : Eine Art Kult. Sie wollen nichts als schlafen und träumen. Am Anfang schlucken sie jede Menge Tabletten, damit sie länger schlafen und mehr träumen können. Sie sind überzeugt, dass Träume die eigentliche Realität sind.“

Am Stadtrand, wo man vom Tag in die Nacht schauen kann, treffen ein Mädchen und ein Junge in der Disco aufeinander. Kurze Zeit später wird Wolfboy für Wildgirl der Fremdenführer durch Shyness. Einem Ort, wo die Sonne niemals aufgeht, zuckerabhängige Kidds mit dressierten Affen auf die Jagd gehen, wo dir an einem Dönerstadt die Zukunft voraus gesagt wird und die Träumer einen eigenen Schlafkult bilden.  Es wird eine unvergessliche Nacht mit Jahrmarktsrealität und faszinierenden Gestalten, die das Leben von Wildgirl und Wolfboy verändert.

Eines vorweg: dieses Buch muss man mögen. „Die Nacht vonShyness“ ist eine der Geschichten, die man entweder ganz oder gar nicht mag. Die recht ungewöhnliche Lektüre lässt sich gut lesen und bietet einiges an Überraschungen, da man nie so genau weiß, was als nächstes passieren wird. Dennoch fehlte ein Quäntchen Spannung um das Ganze abzurunden.
Am Ende des Buches gibt es übrigens ein lesenswertes Interview, mit der sympathischen Autorin Leanne Hall.

Die Handlung ist aus zwei unterschiedlichen Ich-Perspektiven geschrieben. Einmal von Wolfboys Warte aus und einmal aus Wildgirls Sicht.
Wildgirl und Wolfboy sind beide ziemlich speziell. Während Wolfboy sehr introvertiert ist, ist Wildgirl mit ihrer aufgeschlossenen und lauten Art eher das Gegenteil.  Jedoch bieten beide Charaktere aufgrund ihrer Komplexität einiges an Potenzial. Beide sind mir dadurch auf ihre eigene Weise sympathisch.
Wildgirl trägt trotz ihrer klugen und offenen Art ein Geheimnis mit sich herum, das man unbedingt ergründen möchte und am Schluss unspektakulärer ist, als man es die ganze Zeit dachte.
Die beide bauen im Laufe der Handlung Vertrauen zueinander auf und lernen voneinander. Es ist nur eine Nacht, doch sie verändert beide gleichermaßen.

Das Buchcover ist wirklich toll. Lediglich in den Farben Schwarz, weiß und rot gehalten, wirkt es wie ein nächtlicher Scherenschnitt. Man sieht Wildgirl und Wolfboy in der Mitte von Shyness stehen. Während Wildgirl einen kecken Eindruck erweckt sieht Wolfboy eher gedrückt aus, was gut die Charaktereigenschaften der beiden wiederspiegelt. Als besonderes Bonbon sind alle weißen Teile des Covers aus fluoreszierendem Material und leuchten nachts richtig hell.
Dem Buch liegt sogar ein passendes Notizheftchen dabei, in dem man seine eigenen Nachtgedanken einschreiben kann.
Auch der Vorsatz ist schön anzuschauen, mit den sich zuneigenden Hochhäusern.

Dieses merkwürdige Werk, mit seiner Jahrmarktsrealität, ist einfach verrückt. Nicht alles macht Sinn, aber das braucht es auch nicht, weil sonst die ganze Geschichte in sich zusammen fallen würde. Die Andersartigkeit ist es, die den Reiz von „Shyness“ ausmacht und uns in eine Welt entführt, die wir uns sonst nur erträumen könnten.
Für die Fortsetzung „Queen ot he night“ (an welcher die Autorin gerade schreibt) wünsche ich mir lediglich etwas mehr Spannung.


Autoreninfo:
Leanne Hall schrieb zunächst Kurzgeschichten, bevor sie sich längeren Romanen zuwandte. Die Autorin arbeitet halbtags als Buchhändlerin und ist spezialisiert auf Kinder- und Jugendliteratur. Leanne Hall kommt aus und lebt in Melbourne, Australien. Für ihr Buch »This is Shyness« erhielt sie den The Text Prize for Young Adult and Children’s Writing.


Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an Lovelybooks und den Aufbau Verlag!