Freitag, 28. Mai 2010

Melissa Marr - Für alle Ewigkeit

Unsterblich für die Liebe?

Seth und Ashlyn sind endlich zusammen. Doch dies ist nicht so einfach. Seth ist nur ein schwacher, sterblicher Mensch, währen Ashlyn die unsterbliche Königin der Sommerelfen ist – und eigentlich an die Seite ihres Elfenkönigs Keenan gehört. Denn eine Liebe zwischen Ashlyn und Keenan würde den ganzen Sommerhof stärken. Dafür verzichtet Keenan sogar auf seine Liebe zur Winterkönigin Donia. Seth ist jedoch wild entschlossen um seine Liebe zu kämpfen und sieht nur einen Ausweg. Er muss selber ein Elf werden. Dafür begibt er sich sogar an der Seite der Kriegselfe Bananach in das Elfenreich. Denn Bananach flüsterte ihm schön Worte ein, das die Königin des Lichts ihm seinen Wunsch erfüllen kann…


Da ich schon die ersten beiden Bände von Melissa Marrs Serie gelesen habe, war ich natürlich sehr neugierig auf „Für die Ewigkeit“. Vor allem da es hier wieder mehr um Seth, Ashlyn und Keenan geht. Und ich muss sagen das „Für die Ewigkeit“ meines Erachtens bisher der beste Teil ist. Die Geschichte ist reifer geworden und die Charakter erwachsener. So hat mir das Lesen richtig Spaß gemacht. Nur leider war das Ende nicht wirklich zufrieden stellend. Es sind so viele Fragen offen geblieben. Und bis der nächste Teil erscheint, wird es sicher noch einige Monate dauern.

Das Seth eine zentrale Rolle in Melissa Marrs Elfenwelt einnimmt, war vom ersten Buch an klar. Das er jedoch so wichtig wird ist wirklich interessant. Er ist der einzige Mensch/Elf der mit allen vier Elfenhöfen in Verbindung steht und so sieht es aus, als würde sich genau über Seth ein Sturm zusammen brauen. Ich bin wirklich gespannt was die Autorin sich noch alles für ihn ausgedacht hat. So glaube ich zwar schon zu wissen in welche Richtung die Lösung der Vierecksgeschichte zwischen Ashlyn, Seth, Donia und Keenan laufen wird, bin aber für alle Überraschungen offen.

Ashlyn und Niall haben ihr Schicksal als Sommerkönigin bzw. König des Hofs der Finsternis sehr gut angenommen. Beide finden sich immer mehr in ihren Rollen ein und wirken als Charaktere gefestigt. Jedoch sieht es immer mehr so aus, als würden ihre Höfe aneinander geraten. Einen Kampf mit dem Hof der Finsterhof würde der Sommerhof nicht überstehen. Was also würde dann mit Ashlyn geschehen? Fragen, die leider noch nicht in „Für die Ewigkeit“ geklärt wurden aber Neugierig auf die Folgeteile machen.

Der Schreibstil war wieder sehr lebendig und leicht zu lesen. Interessant fand ich dabei, dass kein Hof als nur gut oder nur böse beschrieben wurde. Jede Sichtweise wurde erklärt, so dass man die Politik von jedem Elfenhof nachvollziehen konnte. Sehr schön finde ich auch die Sprachweise der Elfen, die jedes Wort auf die Goldwaage legen. Melissa Marr hat dies alles wunderbar gelöst und authentisch dargestellt.

Die Buchaufmachung ist natürlich auch wieder sehr ansprechend. Passend zu den ersten beiden Teilen ist das Cover wieder in Lilatönen gehalten und zeigt eine dunkel aufblühende Blume. Dazu gibt es wieder ein total schönes lila Lesebändchen. Ich bin ja ein Fan von Lesebändchen und freue mich immer, wenn Bücher diese bibliophilen Vergissmeinnicht enthalten.

Nach der Lektüre kann ich auf jeden Fall sagen, das „Für die Ewigkeit“ bisher mein Lieblingsteil der Serie ist. Es war schön, altbekannte Charaktere wieder zu treffen und mit ihnen zu Lachen und zu Leiden. Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung und hoffe dass es nicht zu lange dauern wird, bis ich eine erneute Dosis Seth, Ash, Niall und Keenan bekomme

Mittwoch, 26. Mai 2010

KeinBuch2: Weitere 86 Dinge, die du schon immer mit einem Buch tun wolltest, aber nie durftest

Heute kam mein erstes KeinBuch an. Nämlich das KeinBuch2. Dafür erstmal vielen Dank an Jana von der Leser-Welt.

Eigentlich war ich ja ziemlich skeptisch, was dieses Buch angeht. Ein Buch zum Zerstören? Doof, oder?

Weit gefehlt! Das KeinBuch2 wird zu meinem eigenen kreativen Kunstwerk und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es zum Schluss aussehen wird. Dann werde ich mir wohl noch das KeinBuch bestellen und hoffen das immer wieder neue Teile erscheinen werden!

Hier im Blog werde ich euch in der Zwischenzeit über die einzelnen Seiten auf dem Laufenden halten. Und mit der Zeit wird euch bestimmt auch das KeinBuch-Fieber packen.

Bald wird es an dieser Stelle übrigens wieder ein tolles Gewinnspiel geben. Die mixtvision Mediengesellschaft mbH stellt mir freundlicherweise jeweils ein Exemplar vom KeinBuch sowie vom KeinBuch2 für eine Verlosung zur Verfügung. Es lohnt sich also für alle, meine KeinBuch-Einträge hier zu verfolgen!

Montag, 24. Mai 2010

Warren Fahy - Biosphere

Im Rahmen der Reality-Show „Sea Life“ entdeckt ein Luxusliner voller Wissenschaftler ein bisher unbekanntes Eiland. Jubelnd betritt eine erste Gruppe „Henders Island“. Doch die Insel ist gefährlich. Sie bildet ein eigenes Ökosystem, seit Urzeiten von der Außenwelt abgeschottet. Und Flora wie Fauna sind aggressiver als jede bisher bekannte Art. Nur zwei Wissenschaftler können dem Massaker entkommen und werden sofort von der Regierung von der Außenwelt abgeschottet. Navy und Militär besetzen die Insel zu Forschungszwecken. Doch die Insel will sich nicht erforschen lassen…

Nachdem dieser Thriller sehr spannend durchstartet, habe ich gedacht, dass die Seiten nur so verfliegen würden. Jedoch habe ich mich durch die Mitte des Buches eher gequält, als das ich sagen würde mich hat das Lesen erfreut. Erst die letzten ca. 100 Seiten waren wieder super spannend und ich habe es wieder genossen „Biosphere“ zu lesen. Anfang und Schluss der Geschichte haben mich einfach gefesselt. Dazwischen war mir der Schreibstil zu sehr wissenschaftlich. Vieles war so trocken beschrieben, das mir davon gar nichts in Erinnerung geblieben ist. Leider konnte ich zu den meisten Charakteren auch keine „Beziehung“ aufbauen. Nur eine Handvoll sind mir mit Eckdaten im Gedächtnis geblieben.

Was mir definitiv sehr gut gefallen hat, waren allerdings die tollen schwarz-weißen Zeichnungen der evolutionstechnisch total andersartigen Tiere. Bilder von den beschriebenen Arten mit in das Buch einzubauen finde ich wirklich einen klugen Kniff, da die visuelle Vorstellungskraft dadurch voran getrieben wird. Mir hat dieses Highlight auf jeden Fall sehr gut gefallen – und mich immer dazu gebracht doch noch weiter zu lesen. Zudem waren die Bilder die einzige Möglichkeit mir die Tiere bildlich vorzustellen. Allein von den Beschreibungen her hätte ich mir höchstens die Tellerameise selbst so anschaulich so ausgefeilt ausmalen können.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Unterteilung der Handlung in Tagen und unterhalb der Tage in Uhrzeiten. So bekommt man ein Gefühl dafür wie schnell sich die ganzen Ereignisse eigentlich entwickeln. Außerdem kann man so kleine Abschnitte auch immer mal gut zwischendurch lesen.

Das Cover gibt eigentlich genau den Inhalt des Buches wider. Es ist ganz blau-weiß gehalten und zeigt ein nebelverhangenes Eiland mitten im unendlichen Meer. Der komplette Buchumschlag glänzt dabei, als wäre er in Glanzpapier eingeschlagen. Sehr schön!
Biosphere“ würde ich übrigens irgendwo zwischen „Lost“ und „Jurassic Park“ einordnen, mit einem Hauch Wissenschaftsmagazin. Eine interessante Mischung also, aus der man durchaus noch mehr hätte herausholen können. Wer gerne Bücher über Ökosysteme und Evolutionen liest, für den ist „Biosphere“ sicherlich richtig. Wer einfach nur einen Thriller erwartet, der sollte sich vorher überlegen ob „Biosphere“ die richtige Lektüre für ihn ist.

Sonntag, 23. Mai 2010

GEWINNSPIEL

Hinreißend untot - Karen Chance

Dass Cassandra Palmer einmal froh sein würde, einen Vampir zum Freund zu haben, hätte sie sich niemals träumen lassen. Doch seit sie den Titel der Pythia, der mächtigsten Seherin der Welt, erworben hat, sind alle potenziellen Verehrer auffällig auf Distanz zu ihr gegangen. Das mag daran liegen, dass sie über schier unendliche Macht verfügt – ein Umstand, der nicht allen ihren magischen Zeitgenossen gefällt. Immerhin ist der Vampir, der als Einziger Cassandras Nähe sucht, ein ungeheuer attraktiver Vertreter seiner Art. Cassandra beschließt, ihre neue Macht zu nutzen, um den unerklärlichen Ereignissen auf den Grund zu gehen. Doch manchmal kommt man mit viel Gefühl weiter als mit dunklen Kräften …


Wer neugierig geworden ist, kann an dieser Stelle ein Exemplar von "Hinreißend untot" gewinnen.
Dafür müsst ihr mir nur bis zum 20.06.2010 eine E-Mail an sarah.fenger@yahoo.de mit Antwort auf folgende Frage schicken:

"Welcher Vampirroman hat euch am meisten überzeugt?"

Den Gewinner werde ich dann am 21.6.2010 per E-Mail benachrichtigen.

Viel Glück!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Jagdzeit - Claudia Toman

 
  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453353994




Folge den Wurzeln

Als Olivia wegen eines Blind Dates in ein verschrobenes Bergdorf fährt, ahnt sie nicht welche Geheimnisse sie dort erwarten. Im Dörfchen W. gehen unheimliche Dinge vor. Als Olivia diesen Dingen auf die Spur kommt, muss sie flüchten. Und das ausgerechnet in den oberdunkelsuperschwarzen Wald. Sie, die bekennende Zivilisationsfanatikerin, ist dort völlig aufgeschmissen. Doch die Flaschenpost eines verstorbenen Dichters bringt Olivia schließlich auf den richtigen Weg zur Quelle der Inspiration. Wenn nur nicht der böse dunkle Wolf zwischen den Bäumen lauern würde…

Als erstes muss ich sagen: Ich liebe Olivia. Olivia und ich haben nämlich einiges gemeinsam. Wir mögen beide die Natur, so lange sie uns nicht zu nahe kommt! Wir mögen beide kein FKK, aber Kuchen. Und ihre Gedanken und Gefühle kann ich zu 90% sehr gut nachvollziehen. Nur manchmal ist Olivia etwas schlauer ich. Denn wer (außer Olivia und Rotkäppchen) kommt schon darauf, den großen, bösen Wolf zu fragen warum er so große Ohren hat. Jedenfalls wird sich wohl jede Frau auf die eine oder andere Weise mit Olivia identifizieren können. Eine Sache, die immer gut für ein Buch ist!

Auch den Schreibstil finde ich wunderbar. Das einzige verworrene an der Geschichte sind die verschiedenen Handlungsstränge, die jeweils zu anderen Zeiten spielen. Dies führt, gerade am Anfang, zu unweigerlichen Verwirrungsmomenten.

Besonders schön finde ich die Kapitelüberschriften á la „Die Dunkelheit beißt!“ Genial.
Da die Handlungsstränge von Olivia aus der Ich-Perspektive geschrieben sind lernt man während des Lesens noch Olivias ständige, geistige Begleiter „Motzmarie“ und Klugscheißstilzchen kennen. Deren Einwürfe lernt man im Laufe des Buches durchaus zu schätzen, da gerade diese Selbstgespräche oft für einen Lacher sorgen.
Was mich allerdings irritiert hat, war allerdings, dass ich zum Schluss des Buches immer noch nicht wusste wie das Bergdorf W. nun wirklich heißt. Irgendwie nervt es mich ja, nicht den wahren Namen zu erfahren. Da aber auch andere kleine Geheimnisse noch nicht gelüftet sind, hoffe ich, dass diese im letzten Teil um Olivia gelöst werden.

Wie gesagt, Olivia aus Protagonistin gefällt mir außerordentlich gut. Sie ist eine absolute Großstadtpomeranze, die sich mit Stöckelschuhen und synthetischer Kleidung im verhassten Wald wieder findet. Das kann ja nur schief gehen. In nichts nach steht ihr allerdings der Schnüffler Adrian Alt. Er ist ein kauziger Schnüffler, mit so einigen Sonderheiten. Natürlich geraten er und Olivia an so mancher Stelle im Buch aneinander – zur Erheiterung des Lesers muss ich zugeben!

Das Cover gefällt mir nach der Lektüre noch besser, als ohnehin schon. Das beobachtende Auge eines Kauzes, das zwischen den Blättern hindurch sieht ist perfekt gewählt. Wer das Buch gelesen hat, wird verstehen warum.
Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Dieses moderne Märchen hat mir auf jeden Fall schöne Lesestunden beschert. Die vielen gemixten Märchenelemente haben mir gut gefallen und es gab einige Überraschungen in der Story, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Lesen!

Montag, 17. Mai 2010

Betrogen: House of Night 2 von P.C. Cast und Kristin Cast



Licht verheißt nicht immer gutes...

Zoey lebt nun schon seit über einem Monat im House of Night. Sie hat gute Freunde gefunden, ihre außergewöhnlichen Kräfte akzeptiert und ist die neue Anführerin der Söhne und Töchter der Dunkelheit, nachdem sie Aphrodite vom Thron gestoßen hat. Doch das Unglück nimmt seinen Lauf als zwei Bekannte aus ihrem alten Leben getötet werden und die Leichen darauf hinweisen, dass der Mörder ein Vampyr ist. Zoeys Welt gerät vollends aus den Fugen als jemand aus ihrem inneren Kreis stirbt. Und dann steht sie noch zwischen drei Männern, während Zoey ihren Glauben an eine Vertraute verliert und niemand mehr der zu sein scheint wer er vorgibt.
Betrogen“ ist der 2. Band der House of Night Serie von P.C. und Kristin Cast . Im Gegensatz zum ersten Teil „Gezeichnet“ ist „Betrogen“ allerdings etwas gereift. Natürlich ist die Sprache immer noch sehr jugendlich, aber nicht mehr so nervig wie im ersten Teil. Die Handlung ist spannender geworden und allgemein erwachsener.

Nur Erik Night hat mir, gerade am Anfang des Buches, etwas gefehlt. Ich hoffe dass in den weiteren Büchern etwas mehr Schwerpunkt auf ihn gelegt wird, da er einer meiner Lieblingscharaktere ist.
Zoey Redbird, die außergewöhnliche Jungvampyrin, erzählt die spannenden Ereignisse aus ihrer Sicht. Dabei hat sie höhere moralische Vorstellungen, als es bei einer normalen sechzehnjährigen der Fall ist. So werden die Leser neben den vampyrischen Problemen auch mit realistischen Problemen von Jugendlichen, wie Sex, Drogen und Homosexualität konfrontiert. Dabei geht es auch durchaus mal in die Tiefe und Zoey hat hier sehr erwachsene Ansichten.

Das verworrene Liebesleben von Zoey hat dagegen Schmachtpotenzial und so wird man sich wohl noch auf die eine oder andere Überraschung einstellen dürfen.
Insgesamt haben sich alle Charaktere des Buches, in die eine oder andere Richtung, weiter entwickelt. Einige überraschen mit einem undurchsichtigen Verhalten, andere gewinnt man unverhofft richtig gerne.

Schön finde ich auch, wie Zoeys besondere Großmutter immer wieder mit in die Geschichte eingeflochten wird. Sie hat Zoey zu dem Menschen/Vampyr gemacht, der sie jetzt ist und hilft ihr mit kurzen Auftritten im Buch immer noch in ihrer Entwicklung.
Der Bucheinband passt optisch perfekt zum ersten Teil. Wieder ist Zoey auf dem Cover abgebildet, nur dieses Mal von hinten. An den Armen erkennt man sehr gut die Tätowierungen, die Zoeys Göttin Nyx ihr als Zeichen der Gunst geschenkt hat. Der leuchtende Sichelmond ist direkt neben dem Text „House of Night“ platziert, während die blaue Schrift von „Betrogen“ direkt darunter steht und mit ihrer Farbe aus dem ansonsten schwarz-weißen Cover stark heraus sticht.

Abschließend würde ich sagen das die „House of Night“ Serie ein Mix aus Harry Potter und den Biss Büchern bildet. Die Altersempfehlung 14+ halte ich für realistisch. „Betrogen“ ist eine leichte, schnell zu lesende Lektüre. Und obwohl ich die Serie eher als anspruchslos einordnen würde, erwarte ich mit Spannung den dritten Teil. Denn es macht einfach Spaß mit Zoey über Liebe, Leben und Tod zu lesen.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Buchvorstellung

Christine Richter - Kunst. Das kannst du auch

Gebundene Ausgabe: 24 Seiten
ISBN: 978-3401095509
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4-5 Jahre







 



Kunst kinderleicht erklärt und nachgemacht!

Erwin, der farblose Wundervogel, führt den Leser mit allerlei Farben bekleckst und bekleckert, durch 24 farbenfroh gestaltete Seiten. Kindgerecht werden dabei die Künstler Piet Mondrian, Vincent van Gogh, Franz Marc, Alexej von Jawlensky und Henri Matisse in Kurzbiographien zusammen mit ihren wichtigsten Werken vorgestellt. Für alle Stilrichtungen gibt es jeweils danach noch einfache Anleitungen zum Nachmachen. So können kleine Maler schon van Goghs „Zwölf Sonnenblumen“ oder Franz Marcs“ Gelbe Kuh“ nachmalen. Allerdings muss hier ein Erwachsener zur Erklärung der Begriffe und zur Hilfe bereitstehen. Sehr positiv ist mir beim Lesen aufgefallen, dass es zu jeder Anleitung schon Beispielbilder von Kunstwerken kleiner Künstler gibt. Es wurde genau darauf geachtet diese Bilder genauso hervor zu heben wie die Meisterstücke der großen Künstler. Ein tolles Konzept, welches Kindern das Gefühl gibt, das auch ihre Bilder etwas Besonderes sind.

Hervorragen finde ich auch die interaktive Gestaltung des Buches. Viele Klappen, eine Drehscheibe, ein Suchspiel und ein Guckloch regen zum spielerischen lernen an. Nebenbei wird anhand von Erwin erklärt, das Farben Gefühle (wütend, fröhlich) und Wahrnehmungen (Kälte und Wärme) ausrücken können. Der Begriff Komplementärkontrast wird erläutert und es gibt eine Anleitung zur Herstellung von Zuckerkreide.

Das Buchcover ist mit einem Postkartengroßen Wackelbild versehen. Der Bildwechsel ist hier sehr gelungen. Denn aus dem einen Blickwinkel sieht man Franz Marcs gelbe Kuh und aus dem anderen Blickwinkel – und somit auf gleicher Stufe von Franz Marc gestellt – eine Kuh mit roten Flecken, welche von einem Kind gemalt wurde.
Mir hat „Kunst. Das kannst du auch“ sehr gut gefallen.. Dieses Buch kann das künstlerische Interesse von Kindern auf spielerische Weise wecken. Die qualitativ hochwertige Ausstattung verspricht eine lange Lebensdauer, auch bei kleinen Wirbelwinden. Und es ist eine tolle Alternative als Geburtstagsgeschenk für kleine Künstler, wenn man keine Lust hat das Geburtstagskind wieder mit Spielzeug zu überhäufen. Die Altersempfehlung von 4 Jahren kann man meines Erachtens allerdings ruhig auf 4-8 Jahre erweitern. Von mir gibt es für dieses tolle Buch auf jeden Fall die volle Punktzahl!