Dienstag, 22. Februar 2011

Das Lied der Banshee - Janika Nowak


Das Lied der Banshee
Zwölf Wächter, die Kinder der Urgötter Gaia, Aither, Pontos und Nyx, wachen jeweils 1000 Jahre über die Erde. Als der erste der zwölf Wächter von neuem erwacht, kann er nicht fassen was sich in den letzten 12.000 Jahren alles geändert hat. Also sinnt er darauf die alte Weltordnung wieder herzustellen. Terra soll wieder so werden wie es früher war!

Aileen hat währenddessen schon länger das Gefühl, das mit ihr etwas nicht stimmt.
Als ihr dann ein völlig Fremder eröffnet dass sie die letzte Banshee sei, kann Aileen dies natürlich nicht glauben. Doch übernatürliche Angriffe öffnen ihr die Augen und Aileen tritt ihr Erbe an. Gemeinsam mit ihrem Arbeitskollegen Thomas, einer Sirene, einem Wassermann und einer Oni muss sie den Kampf gegen die bösen Nyxianer aufnehmen.

Aileen, ein heimliches Wesen aus der irischen Sagenwelt, erzählt die Handlung aus ihrer Sicht und hängt dabei auch öfter ihren durchaus kritisch-ironischen Gedanken nach. Der Schreibstil ist dabei absolut angenehm zu lesen. Man erfährt gleich von Aileens irischer Abstammung und das sie ihr Äußeres nicht so wirklich mag. Sie kommt sich mit ihren hellen Haaren, der hellen Haut und den immer heller werdenden Augen wie ein ausgeblichenes Mädchen mit seltsamen Augen vor. Doch wer denkt dann schon gleich an ein magisches Erbe?
Ungewöhnlicherweise macht die Halbwaise eine Tischlerlehre. Für mich die beste Idee des Buches, das Aileen eben diese Lehre macht, weil ihr das Kreischen der Säge so gefällt.

Sehr erfrischen fand ich auch, das hier einmal die weibliche Hauptperson „magisch“ ist, während der Mann den menschlichen Part einnimmt. In den meisten Roman ist dies ja immer noch anders herum.
Zudem kann ich behaupten, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals einen Roman mit so einer Vielzahl von verschiedenen magischen Wesen gelesen zu haben. Nicht nur die westlichen Sagengestalten finden hier Platz, sondern auch asiatische.  Die Autorin steckt wirklich voller guter Ideen; wobei es dennoch einen kleinen Minuspunkt gibt. Etwas zum Ende hin gibt es eine Stelle, von der ich mir viel mehr versprochen hatte. Das Problem schien mir kniffelig und wurde plötzlich von einem auf den anderen Moment *puff* gelöst. Friede, Freue, Eierkuchen. Das ging mir eindeutig zu schnell! Lieber hätte ich noch 20 Seiten mehr gelesen, wäre aber im Ergebnis zufriedener gewesen.

Optisch finde ich „Das Lied der Banshee“ absolut ansprechend. Im Buch sind durchgehend schwarz-weiße Illustrationen enthalten. Diese lockern die gesamte Lektüre auf und haben gleichzeitig Kindheitserinnerungen bei mir geweckt. Ich musste immer an meine ersten dickeren Kinderbücher denken, in denen kleine Zeichnungen einfach noch dazugehörten!
Auch das herbstliche Cover, das Aileen nur in Orange-Braun-Tönen zeigt, ist ein Highlight. Obwohl sich mir nicht wirklich erschließt, warum Aileen in diesen Farben abgebildet wird, während sie als blasses „Albino-Mädchen“ im Buch dargestellt wird.

„Das Lied der Banshee“, der erste Roman einer deutschen Fantasyautorin, der im PAN-Verlag veröffentlicht wurde, kann sich auf jeden Fall sehen lassen.
Viele Sagengestalten und eine spannende Geschichte laden zu einem kurzweiligen Lesevergnügen ein. Spaß beim Lesen ist also garantiert!

Hier kommt ihr zu einer Leseprobe: KLICK

Autoren-/Illustratoreninfo:
Janika Nowak lebt in Hamburg und arbeitet als freie Texterin. Schon in jungen Jahren entdeckte sie ihre Begeisterung für die europäische und asiatische Mythologie und eignete sich seitdem ein umfangreiches Wissen darüber an. Ihre Kenntnisse über die Sagenwelt ließ Nowak in diesem Debütroman einfließen.

Nina Nowacki arbeitet als freie Comiczeichnerin, Illustratorin und Designerin. Sie studierte an der Kölner Design Akademie und ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den PAN-Verlag!

Kommentare:

  1. Hallo Sarah!

    Geht´s dir auch gut? Alles ok. bei dir?

    Das Buch hört sich interessant an und wandert gleich auf meine Amazon-Wunschliste. ;-)

    Liebe Grüße, Sabine

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  2. Hallo Sabine,

    ja, ich bin immer noch ein wenig schlapp nach meiner Lungenentzündung. Aber es geht mir schon besser. Lieb das du fragst ;-)

    Und selbst?

    Liebe Grüße,
    Sarah

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