Dienstag, 1. März 2011

Oceania. Weißer Horizont - Hélène Montardre


Weißer Horizont
Flavia hat den gefährlichen Rückweg nach Europa überstanden. Doch als sie in ihrer alten Heimat ankommt ist nichts mehr so, wie es einmal war. Durch veränderte Meeresströmungen ist Europa total vereist. Schnee bedeckt das Land, so weit das Auge reicht.
Doch Flavia muss nichtsdestotrotz weit ins Landesinnere reisen. Dort soll sich eine geheime Forschungsstation befinden, die den Alphaschlüssel benötigt. Jenen Alphaschlüssen, für den Tommy sich in Amerika in Gefahr gebracht hat, um an die Informationen über den Klimawandel zu kommen.
Währenddessen ist Chris in New York der Verzweiflung nahe. Wie soll er Kontakt zu Flavia aufnehmen? Da hat er eine schicksalhafte Begegnung mit Amalia – Flavias geheimer Zwillingsschwester!

Weißer Horizont ist die gelungene Fortsetzung der Jugendbuch-Trilogie „Oceania“.
Hélène Montardre spinnt hier den Faden weiter, welche möglichen Auswirkungen der Klimawandel haben könnte.
Dabei wird verdeutlicht, wie unterschiedlich das Leben auf den verschiedenen Kontinenten verläuft. Während Chris in Amerika merkt wie abgeschottet und sicher er eigentlich lebt, ohne etwas von der Außenwelt zu wissen, hat Flavia im rückständigen Europa mit Schnee und Eis zu kämpfen. Zum Glück lassen die Vögel sie auch diesmal nicht im Stich!
Und obwohl durch den Ozean getrennt, können Flavia und Chris einander nicht vergessen. In Tagebucheinträgen schreiben die beiden Liebenden aneinander, in der Hoffnung diese Worte irgendwann aussprechen zu können.

Schreibstil und Handlung sind vom ersten Wort an fesselnd. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und zu hoffen, Flavias Familiengeheimnis zu lösen. Die Hochs und Tiefs wechseln sich in diesem Buch genau zur richtigen Zeit, so dass der Lesefluss gleich bleibend spannend ist.  

Das Cover ist ebenfalls wieder sehr ansprechend und passt optisch perfekt zum ersten Teil „Oceania – Die Prophezeiung“. Das Gesicht Flavias nimmt die komplette Mitte des Covers ein und sieht wie gefrorenes Eis aus. Flavia hat wieder dieses Zeichen auf der Stirn, das wie ein Tattoo wirkt. Unter ihrem Gesicht ist dann die vereiste Landschaft Europas zu sehen. Ein Hundeschlitten fährt über den Schnee.
 Am oberen Rand tummeln sich wieder verschiedene Vögel, die mit Spotlack aufgedruckt sind. So sieht man sie nur, wenn das Licht im richtigen Winkel drauf fällt.

Die 66 kurzweiligen Kapitel habe ich in Rekordzeit ausgelesen. Wieder spannend und unterhaltsam bis zum Schluss, kann ich den August kaum erwarten. Denn dann erscheint der dritte und letzte Teil der lehrreich-fantastischen Trilogie „Oceania – Insel des Lichts“.
Mein Tipp: Kaufen! Lesen! Weiterempfehlen!


Autoreninfo:
Hélène Montardre wurde 1954 bei Paris geboren. Sie studierte an der Universität von Clermont-Ferrand Englisch und schloss ihr Studium mit einer Doktorarbeit über Kinder- und Jugendliteratur ab.
Heute lebt sie als freie Autorin in der Nähe von Toulouse und hat bereits eine Vielzahl von Kinder- und Jugendbüchern veröffentlicht.

Mein Dank geht an KOSMOS, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Was für ein schönes Blog! Aber warum bekomme ich eine Inhaltswarnung? Manchmal sind die Wege von G**gle unergründlich.
    Herzliche Grüße!

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  2. Oh, tausend Dank für diese Review. Ich suche schon ewig etwas von französischen Autoren. Irgendwie ist mir diese Trilogie total entgangen, vermutlich, weil ich kaum Jugendliteratur lese. Haben muss!

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  3. @DarkJohann: Vielen Dank ;-)

    @Sinje: Gerne! Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen. Die Bücher haben mich wirklich begeistert!

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